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Der Krieg schlägt wieder in Europa zu. Mit der von Russland und Wladimir Putin angeführten Aggression gegen die Ukraine ist die militärische Gewalt eines Staates gegen einen anderen auf unseren Kontinent zurückgekehrt.

Sie führt zu Tod, Elend und Unsicherheit. Sie hat Flucht und Zwangsumsiedlung sehr grosser Bevölkerungsgruppen zur Folge. Sie zerstört nachhaltig die Lebensgrundlage der ganzen ukrainischen Bevölkerung.

Was sie jedoch nicht zerstören kann, ist das Streben eines Volkes nach Selbstbestimmung. Die Ukrainerinnen und Ukrainer haben sich frei für einen Weg für ihr Land, seine Institutionen und seine wirtschaftliche Entwicklung entschieden. Sie haben auf beeindruckende Weise Widerstand und Durchhaltevermögen gegen die Unterdrückung durch eine weitaus überlegene Macht demonstriert.

Wie immer gibt es keinen Krieg, der die Bevölkerung verschont. Die Reichsten schaffen es meist, sich dem wirtschaftlichen Leid und den Gefahren des Kampfes zu entziehen. Die Hauptlast des Krieges tragen die einfachen Arbeiterinnen und Arbeiter und natürlich die Schwächsten und Ärmsten. Ihnen gilt unsere Unterstützung.

Frieden ist die Voraussetzung für ein Leben in Würde. Die Gewehre und Bomben zum Schweigen zu bringen, ist überall und immer die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben der Völker. Ein Wettrüsten ist niemals eine nachhaltige Lösung; wir bevorzugen Investitionen in die Krisenprävention und den Schutz der enschenrechte.

Die Freiheit der Völker, über ihre Organisation und ihr Schicksal zu entscheiden, ist die Voraussetzung für die Ausübung und den Schutz sozialer Rechte.

Selbstbestimmung in demokratischen Institutionen ist die Voraussetzung, um für seine Arbeit, für ein faires Einkommen und ein Leben in Würde kämpfen zu können: Dieses Recht verteidigen ukrainische GewerkschafterInnen, aber auch mutige Engagierte in Russland.

Und es ist auch genau das, was die brutale Militär- und Polizeiunterdrückung der russischen Regierung zu zerschlagen versucht.

Schliesslich gilt: Echte Solidarität unter Arbeitnehmenden findet über Grenzen hinweg und unabhängig von der Nationalität statt. Wir wollen, dass Kriegsflüchtlinge in der Schweiz ein offenes Gastland finden, und dass die Schweiz ihren grösstmöglichen Teil zu Unterstützung der Zivilbevölkerung in der Ukraine beiträgt, die unter den Folgen des Krieges leidet. Die Nachbarländer, die wie immer die Hauptlast der Versorgung tragen, müssen schnell und effizient materiell unterstützt werden.

Der Krieg konfrontiert Millionen von Frauen, Männern und Kindern mit dem absoluten Horror. Unsere Antwort darauf ist uneingeschränktes Engagement, in der Schweiz und auf internationaler Ebene.Für Frieden, Freiheit und Solidarität.

Callout Image

Liebe Leserin,lieber Leser

Etwas zu diesem mörderischen Krieg von Teilen der russischen Elite um Putin zu schreiben, erscheint angesichts des unglaublichen Leids der Menschen in der Ukraine unangemessen und fast unmöglich. Zugleich sind wir als Gewerkschaft aufgerufen, unseren Mitglieder und Ihre Angehörigen zu helfen wo und wie es
geht.

Konkret sind bei Nautilus Schweiz knapp 250 ukrainische Seeleute Mitglied. Sie sind bei den drei Schweizer Reedereien angestellt, die unter Schweizer Flagge operieren. Knapp die Hälfte der Seeleute ist seit Kriegsbeginn im Land
verblieben und wird nun Militärdienst leisten anstatt zu geplanten Schicht an Bord zu erscheinen. Werden Sie das jemals wieder tun können?

Ein anderer Teil arbeitet auch über das Schichtende nun weiter an Bord, eine
Rückkehr nach Hause ist derzeit unmöglich bzw. unverantwortbar.

Wir sind froh, dass die Schweizer Reeder aber auch die Schweizer Behörden alles tun, um die Seeleute zu unterstützen.

Foto: Holger Schatz, Nationalsekretär Nautilus Schweiz

Solidaritätsfonds

EUROPÄISCHER VERKEHRSARBEITERVERBAND

Die ETF vertritt Transportarbeiter in ganz Europa. Transportarbeiter verbinden die Welt, sie bauen Brücken zwischen Menschen auf der ganzen Welt. Doch sie sind die ersten, die den Preis für diesen Krieg zahlen. Mit unseren verbundenen Unternehmen werden wir alles Notwendige tun, um Sie zu schützen und zu unterstützen.

WIE KANNST DU HELFEN?SOLIDARITÄTSFONDS

Die ETF richtet einen Solidaritätsfonds ein, um die Aktivitäten der Verkehrsgewerkschaften in der Ukraine und in den Nachbarländern zugunsten der vom Krieg Betroffenen zu unterstützen. Der Fonds wird vom ETFVerwaltungsausschuss verwaltet. Spenden können an folgendes Konto BE93430038662167 mit der Mitteilung #UKRAINE2022 gesendet werden


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