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Nimm an unserer Umfrage zu fairer Behandlung und Kriminalisierung teil.

Unterstütze die Kampagne von Nautilus, und uns Deine Ansichten bezüglich Kriminalisierung in der Schifffahrtsindustrie mitteilst.

Unfälle können in jeder Branche geschehen, doch wenn solche in der Schifffahrt passieren, behandelt diese ihre Angestellten wie Kriminelle – so wie keine andere Branche. Die Kriminalisierung von Seefahrenden hat sich zu einem kontroversen Thema entwickelt – mit immer häufiger werdenden Fällen von nautischen Berufsleuten, die nach Unfällen und Vorkommnissen auf See vor Gericht stehen.

Die Nautilus International Föderation steht an der Spitze der Kampagnen, die sicherstellen wollen, dass Seefahrende nach solchen Vorkommnissen fair behandelt werden und nicht als Sündenböcke herhalten müssen.

Die Themenbereiche 

Wenn es zu Unfällen auf See kommt, dann ist oftmals die Schlussfolgerung, dass nautische Berufsleute irgendwie die Absicht hatten, eine Kollision, eine Verletzung oder ein Verschütten zu verursachen.

2006 wurden die IMO-/ILO-Richtlinien zur 'Fairen Behandlung' von Seefahrenden im Falle eines Seeunfalles verabschiedet. Diese sollten verhindern, dass nach Seeunfällen auf einzelne Seefahrende fokussiert wird und des Weiteren sicherstellen, dass diese von den Behörden fair behandelt werden. Allerdings hat sich die Verabschiedung dieser Richtlinien als ungenügend erwiesen, denn sie kann nicht verhindern, dass Seefahrende schikaniert werden.

Anlässlich des Internationalen Jahr des Seefahrers im Jahre 2010 und in Anerkennung der Lancierung von Seafarers' Rights International (SRI) [external link] startete Nautilus International eine Umfrage, um dadurch Verständnis für die Sichtweisen und Erfahrungen der Mitglieder bezüglich der Kriminalisierung in der Branche zu entwickeln.

Die Ergebnisse waren ernüchternd – mehr als 90 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich bezüglich der Kriminalisierung Sorgen machen, mehr als 70 Prozent sagten, dass sie sich nicht ausreichend über ihre Rechte informiert fühlen und fast 70 Prozent hatten das Gefühl, dass die Angst vor Kriminalisierung ihren Wunsch nachteilig beeinflusst, auf See zu arbeiten. Interessanterweise sind nur 20 Prozent der Befragten je selbst in Rechtsstreitigkeiten verwickelt gewesen. Dies belegte, dass die Angst, kriminalisiert zu werden, ein nicht minder gewichtiges Thema als die Tatsache ist, selbst einer Klage ausgesetzt zu sein.

Zusammen mit Fallbeispielen, die aufzeigten, was Kriminalisierung für die Direktbeteiligten bedeutet, und mit Anleitungen zu den einschlägigen internationalen Übereinkommen sowie mit einer Checkliste für faire Behandlung wurden die Umfrageergebnisse zum Bericht Kriminalisierung von Seefahrenden von Nautilus International zusammengefasst. 

Was unternimmt Nautilus? 

Die Kampagne zur 'Fairen Behandlung' möchte herausfinden, was sich – falls überhaupt – seit der Befragung im Jahre 2010 verändert hat. Zudem sollen anschliessend nach besseren Optionen geforscht werden, damit Mitglieder hinsichtlich ihrer Rechte informiert sind. Und das unabhängig davon, wo auf der Welt sie sich gerade aufhalten.

Aufgrund des internationalen Phänomens der Kriminalisierung von Seefahrenden, schliesst sich Nautilus International mit den 21 Gewerkschaften zusammen, welche die Nautilus-Föderation bilden, um gemeinsam gegen die unfaire Behandlung nautischer Berufsleute vorzugehen.

Die Nautilus-Föderation beschäftigt sich bereits mit dem Thema der fairen Behandlung nautischer Berufsleute. Dies über das Joint Assistance & Support Network (JASON), das darauf hinwirkt, die Rechte von Mitgliedern auf faire Behandlung nach Unfällen zu wahren.

Das Programm stellt sicher, dass den Gewerkschaftsmitgliedern Beratung und Unterstützung geboten werden kann, wenn diese in einen Vorfall verwickelt werden; sei es innerhalb eines Hafens, eines Hoheitsgebietes, in Hoheitsgewässern oder an Bord eines Schiffes, das unter der Flagge eines derjenigen Ländern fährt, welches durch das Übereinkommen abgedeckt wird.

Wie kannst Du helfen?

Bitte, nimm Dir einige Minuten Zeit, um unsere aktualisierte Umfrage zum Thema der 'Fairen Behandlung' auszufüllen. Diese soll aufzeigen, wie die Seefahrenden von Kriminalisierung betroffen sind. Auch wollen wir herausfinden, was wir unternehmen können, um gezieltere Hilfe anbieten zu können.

Die Ergebnisse werden dazu benutzt werden, um die Informationen, die an die Mitglieder der Nautilus-Föderation abgegeben werden, zu aktualisieren und zu verbessern. Dies, um den Mitgliedern zu verdeutlichen, welche Rechte sie haben, und ihnen einen unmittelbaren Zugriff auf Hilfsangebote zu gewährleisten. Auch sollen die Ergebnisse dazu beitragen, nachvollziehen zu können, wie sich die Angst vor Kriminalisierung oder deren Realität seit unserer letzten Umfrage im Jahre 2010 verändert hat. Indem sich die Befragung auch an alle Mitglieder der Föderation richtet, wird diese für mehr als 90'000 Seefahrende weltweit zugänglich sein.

Die Resultate dieser Befragung werden als Teil des Nautilus Federation Fair Treatment-Berichtes 2018 veröffentlicht werden. Parallel zu diesem Bericht sucht Nautilus nach Alternativen, auf welchen Kanälen sich die Informationen zusätzlich präsentieren lassen. Dazu zählt etwa auch eine Handy-App zur 'Fairen Behandlung', die Mitgliedern Zugang zu Hilfeleistungen und Beratung anbieten soll, wenn sie solche am dringendsten benötigen – und das unabhängig davon, wo auf der Welt sie sich gerade befinden.

Werde noch heute Nautilus Mitglied